Kleist-Museum in Kooperation mit kleist-digital.de

Transkription, Schreibweisen und Sonderzeichen

Die Texttranskription erfolgt vorlagengetreu im Unicode-Format (UTF–8), wobei die einzelnen Schriftzeichen den jeweiligen Entsprechungen im Unicode-Standard zugeordnet werden. Hiervon wird nur in Ausnahmen (siehe unten, z. B. langes S, Umlaute) abgewichen. Eine Korrektur von Schreib- und Druckfehlern oder der Schreibung von Eigennamen erfolgt für den Basistext nicht (nicht-emendierte Fassung). Dieser ist damit eine verlässliche (diplomatische) Abschrift des zugrunde gelegten Textzeugen. Die emendierte Textfassung korrigiert nur behutsam, verzichtet aber auch auf jede Form von Normalisierung oder Standardisierung. Alle Emendationen und Druckfehlerkorrekturen sind für den jeweiligen Text im Apparat nachgewiesen.

Unterscheidung I und J

In der Regel wurde im Fraktursatz für die Majuskeln I und J nur ein Schriftzeichen verwendet. In der Transkription wird hier nach dem Lautwert aufgelöst.

Unterscheidung u und v

Die Grapheme u und v werden vorlagengetreu wiedergegeben, z. B. ›Zevs‹ wird nicht nach ›Zeus‹ aufgelöst.

Wiedergabe lange ſ und rundes s

Die Handschriften und Drucke in Fraktur und Antiqua zeigen sowohl das lange ſ wie das runde s. Auf eine entsprechende Differenzierung wird verzichtet und das lange ſ durchgängig als rundes s wiedergegeben. Die Ligatur ſs wird aufgelöst nach ß.

Umlaute

Umlaute finden sich in den Vorlagen sowohl in der heute benutzten Form als ÄÖÜäöü, wie auch mit einem hochgestellten e über dem Vokal: AͤOͤUͤaͤoͤuͤ. Die Transkription vereinheitlicht hier auf die heute gebräuchliche Form. Die Majuskeln Ae, Oe und Ue werden reproduziert.

Kürzungs-, Geminationsstriche

Die in Handschriften verwendeten Kürzungsstriche über Konsonanten werden nicht reproduziert, d. h. die Schreibung ›Him̅el‹ wird aufgelöst nach ›Himmel‹.

Trennzeichen, Silbentrennung

Statt eines ⸗ steht als Trennstrich am Zeilenende ein ¬, als Binde- oder Ergänzungsstrich statt des ⸗ ein -.

Zeichensetzung

In die Zeichensetzung der Vorlage wird grundsätzlich nicht eingegriffen, in der emendierten Fassung nur in Ausnahmefällen, die jeweils nachgewiesen sind (z. B. die Ergänzung eines Punktes am Satzende, falls dieser fehlt oder nicht erkennbar ist, oder Korrektur bei sinnentstellender Zeichensetzung).

Anführungszeichen

Der Gebrauch von Anführungszeichen ist zeitgemäß uneinheitlich (sowohl in den Handschriften wie in den Erstdrucken). Die Anführungszeichen werden entsprechend der Vorlage wiedergegeben. Stellenweise fehlende Anführungszeichen werden nicht ergänzt, da grundsätzlich auf Standardisierungen verzichtet wird.

Textkritische Auszeichnungen