Kleist-Museum in Kooperation mit kleist-digital.de

Technische Umsetzung

KLEIST.digital ist auf Basis internationaler technologischer Standards realisiert. Konzipiert ist es im klassischen 3-Schichten-Modell bei entkoppelter Daten-, Anwendungs- und Präsentationslogik. Alle eingesetzten Technologien sind Opensource-Software und kostenfrei.

Datenmodell

Die Datenmodellierung in XML folgt den Richtlinien der TEI (mehr hier). Eine Datenmodellierung nach TEI-Richtlinien ist heute der internationale Standard für die Einrichtung digitaler Editionen. Fast alle neueren (auch deutschsprachigen) Textkorpora folgen diesem Modell. Kleists Texte entsprechend zu modellieren, ermöglicht eine entsprechende Anbindung an übergreifende Projekte, sowie eine potentielle Nachnutzung mit anderen Technologien.

Datenbank

Um eine leistungsstarke Suchmaschine zu integrieren, sind die Grunddaten in eine XML-Datenbank eingespeist, wobei hier baseX zum Einsatz kommt. Diese leistet im wesentlichen die Indizierung für eine schnelle Suche. Die Grunddaten bleiben unberührt. Per REST-Schnittstelle werden die Daten von hier aus über AJAX dem Anwendungs-Client (Browser) zur Verfügung gestellt. Mit der standardisierten REST-Schnittstelle sind prinzipiell auch Anwendungen für Dritte realisierbar.

Anwendungslogik

Die Anwendungslogik ist vollständig in Javascript realisiert auf Basis ein sog. ›full stack web framework‹ (u. a. node.js und express.js und jQuery.js). Diese Mittelschicht stellt das Bindeglied zwischen der Daten- und der Präsentationsebene des Browsers.

Präsentationsebene

Die eigentliche Oberfläche (das, was der Nutzer im Browser tatsächlich sieht) ist in HTML5, CSS3 und Javascript (u. a. jQuery) geschrieben. Um eine optimierte Darstellung auf unterschiedlichsten Client-Geräten aus einer einzigen Datenquelle zu erreichen, kommt ein responsives CSS-Framework (Foundation 5) zum Einsatz. Eine möglichst einheitliche typographische Darstellung in unterschiedlichen Browsern auf unterschiedlichen Geräten mit unterschiedlichen Betriebssystemen wird erreicht durch sog. ›Webfonts‹ von Google. Benutzt werden die Schriften ›Open Sans‹ (für das Interface und alle editorischen Texte), ›Noto Serif‹ für alle Erstdrucke und ›Ubuntu Mono‹ für die Handschriften, insbesondere die Briefe. Dieser (mittlerweile übliche) Ansatz hat zwar etwas längere Ladezeiten zur Folge, sorgt aber für eine einheitliche Textdarstellung von KLEIST.digital auf allen Geräten.