Kleist-Museum in Kooperation mit kleist-digital.de

Suche 2.0

Die Suchfunktionen in KLEIST.digital sind wesentlich erweitert worden und ermöglichen eine flexible und mächtige Recherche im gesamten Textkorpus. Wesentliche Suchfunktionen sind:

Im folgenden sollen die Funktionen detailliert erläutert werden.

Die Suchmaske

Zunächst ein Blick auf die zentrale Suchmaske.

Als Mindesteingabe ist ein Suchbegriff nötig. Gesucht wird auf Basis von einzelnen Sätzen (Prosa) oder Versen (Drama, Lyrik). Durch Klick auf den Suche-Button (alternativ Enter-Taste auf der Tastatur) wird die Suche durchgeführt.

Suchmaske

Beispiel 1: ›liebe Wilhelmine‹
I

In der Grundeinstellung sucht die Applikation genau nach dem eingegebenen Begriff. Hierbei wird nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden. Z. B. die Suche nach ›liebe‹ findet:

Suche nach liebe

Durch Aktivieren von ›Groß-/Kleinschreibung berücksichtigen‹ lässt sich entsprechend differenzieren.

Groß- u. Kleinschreibung

Zu beachten ist, dass hierbei nicht nach Wortarten differenziert wird. Die Suche nach ›Liebe‹ findet also nicht nur das Nomen ›Liebe‹, sondern auch das großgeschriebene Adjektiv in ›Liebe Wilhelmine‹ am Satzanfang.

Suche nach liebe

II

Das Suchfeld ermöglicht die Eingabe von beliebig vielen Begriffen. Diese können durch Leerzeichen oder Kommata voneinander getrennt sein: ›liebe Wilhelmine‹ oder ›liebe, Wilhelmine‹. Diese Eingabe sucht nach allen Sequenzen (Satz oder Vers), in denen ›liebe‹ ODER ›Wilhelmine‹ vorkommen. Sollen ALLE Begriffe in einer Sequenz gefunden werden, ist in den Such-Optionen ›ALLE Wörter in Sequenz finden‹ zu aktivieren.

Alle Wörter finden

Liebe Wilhelmine

III

Wie findet man nun aber die Formulierung ›liebe Wilhelmine‹? Durch Aktivierung der ›Groß-/Kleinschreibung‹ und ›Alle Wörter finden‹ erhält wir:

Liebe Wilhelmine

IV

Das ist nicht ganz das gewünschte Ergebnis. Wir wollen zusätzlich auch die Ergebnisse ›Liebe Wilhelmine‹ erhalten, dafür aber keine Sätze, in denen ›liebe‹ und ›Wilhelmine‹ weit voneinander getrennt erscheinen. Hierfür ist der Suchmodus ›Wortabstandssuche‹ auszuwählen. Den Wortabstand setzen wir auf 0.

Liebe Wilhelmine

Damit erhalten wir unser gewünschtes Ergebnis:

Liebe Wilhelmine

Suche-Feedback als Parameter-Kontrolle

Das Suchergebnis beginnt, wie oben zu sehen, mit einem Feedback, dass die Anzahl der Fundstellen, den Suchbegriff und die wichtigsten Parameter der Suchabfrage zusammenfasst. Hier lässt sich im Zweifelsfall kontrollieren, ob die Suche den intendierten Zielen entspricht oder ob in der Suchmaske falsche Optionen gesetzt worden waren.

Beispiele 2: Einsatz von Platzhaltern

Bislang haben wir nach Begriffen gesucht, deren Schreibung wir exakt vorgegeben haben. Wie suchen wir nach Begriffen, deren Schreibweise bei Kleist uns unklar ist oder wo Kleist die Schreibung variiert? Für diese Operationen kommen sog. Platzhalter oder Wildcards ins Spiel. Folgende Platzhalter sind zulässig:

Beispiel – Botschaft, Bot.?schaft, Bot.?schaft.*
Beispiel – Goethe, G.*the, Göth.*
Beispiel – Komposita von ›finden‹: .*finden
Beispiel – Kleists Ohnmachten: ohnm.?cht.*
Beispiel – Vage Erinnerung an Zitat: wut.? kehr. zurück schlo.

Wir erinnern ein Zitat im ›Zweikampf‹ nur noch von ungefähr: irgendwann kehren Littegardens Brüder aus Wut auf das Schloß ihres Vaters zurück. Wir suchen einen Satz, in dem ›Wut‹, ›Schloß‹ und ›zurückkehren‹ auftauchen. Um verschiedene mögliche Schreibungen (Wuth für Wut, Schloss oder Schloß) und Wortformen für kehren (kehre, kehren, kehrten) gleichzeitig abzufragen, ergibt sich folgende Sucheabfrage:

Suche in Zweikampf

Das Ergebnis:

Suche in Zweikampf

Beispiel – Wortfelder: Kleist und die Farben

Es soll untersucht werden, welche Rolle Farben und Farbbescheibungen in Kleists Texten spielen. Wir suchen also Farbbegriffe und Komposita, in denen Farbbezeichnungen auftauchen, z. B.: rot(h), grün, blau, gelb, orange, lila, violett, schwarz, weiss, grau oder Komposita wie blut(h)rot(h), hellgrün, dunkelblau, aber auch bläulich, röt(h)lich etc. Die Suchabfrage könnte folgendermaßen formuliert werden:

roth.* .*grün .*grüne .*grüner .*grünes .*blau.* .*bläulich.* .*röthlich.* gelb.* orange.* lila.* violet.* grau.* schwarz.* weiss.*

Nach einem ersten Testlauf erhalten wir mehr als 200 Fundstellen. Hier sind aber auch Treffer wie ›grausam‹ oder ›Grausamkeit‹ enthalten. Wir können diese ausschließen, wenn wir in das Feld ›Suchbegriff nicht enthalten in:‹ ›grausam.*‹ eintragen (hier können wir nur einen Suchbegriff eintragen):

Wortfeld Farben

Das Ergebnis:

Wortfeld Farben

Anmerkung: Im Ergebnis tauchen auch Eigennamen auf wie der Delinquent Schwarz. Dieses könnten wir ausschließen, wenn wir ›Groß-/Kleinschreibung berücksichtigen‹ aktivieren. Damit würden aber großgeschriebene Farbbegriffe am Satz- und Versanfang oder Nomen als Farbkomposita (z. B. ›Schwarzgewand‹, ›Rothbart‹) ebenfalls nicht gefunden.

Beispiel – Wortformen: z. B. alle Formen des starken Verbs ›geben‹

Wir suchen nach: geben, gebe, gi(e)bst, gi(e)bt, gebt, gab, gabst, gaben, gabt, gebest, gebet, gäbe, gäbest, gäbet, gäben, gebend, gegeben. In Kurzform mit Platzhaltern können wir schreiben:

gebe.* gi.?b.?t gebt gab gab.* gebe.* gäb.* gegeben.

Wir erhalten über 650 Textstellen, wobei sich auch einzelne Fundstellen finden wie ›(das) Gebet‹.

Diese Suche nach Wortformen sollte als letztes Beispiel für den Einsatz von Platzhaltern dienen. Weiter unten findet sich eine wesentlich einfachere (und in der Regel auch sicherere) Methode, Wortformen zu suchen.

Der Suchbereich

Je nach Fokus der Suche lässt sich der Suchbereich festlegen, von der Suche in einer einzelnen Erzählung bis zur Suche in der gesamten Edition.

Die Grundeinstellung sucht in sämtlichen Texten von Kleists Hand (›Kleist (gesamt)‹). Für die Suche in der gesamten Edition, also zusätzlich in Texten anderer Autoren im Phöbus oder in den Berliner Abendblättern, steht die Option ›Gesamte Edition‹ zur Verfügung. Soll nur im ›Werk‹, nicht aber in den Briefen gesucht werden, ist ›Kleist (gesamt ohne Briefe)‹ zu aktivieren.

Darüber hinaus lässt sich in einzelnen ›Gattungs‹-Bereichen, in einzelnen Dramen (soweit jeweils vorhanden) oder in einzelnen Erzählungen suchen.

Im folgenden sind die einzelnen Suchbereiche dargestellt:

Suchbereich

Die Auswahlliste spiegelt den jeweiligen Textbestand von KLEIST.digital und wird in Zukunft weiter vervollständigt.

Der Suchmodus

Suchbereich

Suche und erweiterte Suche[suche]

KLEIST.digital bietet verschiedene Suchoptionen. Für das schnelle Auffinden im gesamten Korpus von Kleists Werken und Briefen dient die Schlagwortsuche im Suchfeld der Kopfleiste. Die Suche erfolgt immer bezogen auf die Einheiten Satz oder Vers, entsprechend werden als Funde einzelne Sätze oder Verse angezeigt. Über die Quellenangabe lässt sich direkt zu der entsprechenden Stelle im Text springen.

Die Schlagwort-Suche erfolgt unscharf, d. h.

Bei Eingabe mehrerer Wörter werden die Sätze und Verse gefunden, die ALLE Begriffe zugleich aufweisen.

Detaillierte Suche

Die detaillierte Suche dient der genaueren Filterung der Suchergebnisse.

Bekannte Probleme