Kleist-Museum in Kooperation mit kleist-digital.de

KLEIST.digital: Einführung

Inhalt

KLEIST.digital ist die (im Aufbau befindliche) digitale Edition sämtlicher Werke und Briefe Heinrich von Kleists, neu editiert nach Handschriften und Erstdrucken, herausgegeben von Günter Dunz-Wolff. Sie wird seit 2012 unter der Web-Adresse kleist-digital.de veröffentlicht und fortlaufend erweitert. Seit Ende 2013 steht das vollständige Textkorpus der Briefe in einer ersten Version zur Verfügung.

Verbunden mit einer kompletten Neuprogrammierung der Anwendung ist seit Ende 2014 der funktionale und organisierende Rahmen für die digitale Edition von Kleists Werken und Briefen abgeschlossen worden. Für jeden einzelnen Editionsbereich liegen Referenz-Texte vor, die einen ersten Eindruck des zukünftigen Erscheinungsbildes der Edition ergeben. KLEIST.digital wird neben allen Texten und Briefen Kleists auch die vollständigen Korpora des ›Phöbus‹ und der ›Berliner Abendblätter‹ beinhalten.

Dieses Projekt wird privat getragen und erhält keinerlei institutionelle oder finanzielle Unterstützung. Es ist entstanden vor dem widersprüchlichen Hintergrund, dass einerseits in der internationalen Forschung (vor allem im Kontext der Text Encoding Initiative, TEI) eine Vielzahl digitaler Editionsprojekte initiiert wurden und werden, andererseits bei Heinrich von Kleist eine digitale Edition nicht abzusehen war und ist. Diese Lücke will KLEIST.digital füllen.

Der Realisation der Edition ist in drei Phasen projektiert:

Jeder einzelne Text der Edition wird diese drei Bearbeitungsphasen durchlaufen und bei Publizierung entsprechend gekennzeichnet. Der Abschluss der Phase ›gelb‹ für das komplette Werk- und Briefkorpus ist für ca. 2017/18 projektiert. Ab diesem Zeitpunkt sind innerhalb des gesamten Textkorpus Suchoperationen möglich, womit eines der primären Ziele des Projekts realisiert wäre.

Welche Texte mit Priorität erarbeitet werden, sollen die Nutzer der Edition mitentscheiden. Ein entsprechendes ›Voting-Tool‹ wird noch integriert.

KLEIST.digital – konzeptionelle Grundlagen

Manch Eine/r mag fragen, warum neben den hervorragenden wissenschaftlichen Kleist-Editionen (DKV und BKA) noch eine weitere Kleist-Edition auf den Weg gebracht wird? Der erste und bestimmende Grund hierfür ist das Fehlen einer DIGITALEN Kleist-Edition. Digitale Editionen geben dem Nutzer ganz eigene Möglichkeiten an die Hand (hierzu unten mehr).

Zugleich geht KLEIST.digital konzeptionell neue Wege mit der konsequenten digitalen Reproduktion aller Erstdrucke in ihrer überlieferten Form (siehe unten). Hiermit wird zugleich der historische Grundtext, auf dem ALLE Kleisteditionen zwangsläufig fußen müssen, vollständig bereitgestellt. Dieser Grundtext ist damit Grundlage für editorische Entscheidungen und gleichzeitig für deren kritische Überprüfung.

Das Angebot von KLEIST.digital richtet sich an alle Kleist-Forschenden, Kleist-Leser und -Interessierten, an Studierende und Schüler.

Die Potentiale einer digitalen Edition

Digitale Medien werden heute nicht mehr nur am PC, sondern zunehmend häufiger auf mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets rezipiert. KLEIST.digital ist auf all diesen Systemen zu benutzen und bietet eine jeweils angepasste optimierte Präsentation. Um dies zu erreichen, ist ein transmediales Konzept erforderlich, das aus einer einzigen Datenquelle (Single-Source) heraus beliebig viele jeweils angepasste Versionen zulässt, prinzipiell auch solche für die Darstellung in gedruckten Medien. Der Single-Source-Ansatz garantiert eine inhaltlich kohärente Textdarstellung, eine fehlerfreie Transformation allerdings vorausgesetzt.

Für alle digitalen Editionen können folgende spezifische Leistungsmerkmale benannt werden:

Erstdrucke als ›digitale Reprints‹

Statt Kleists Texte aus ihrem ursprünglichen Kontext zu isolieren und in Gattungen oder Textsorten zu präsentieren, werden sie jeweils als vollständige digitale Reproduktion der Erstducke präsentiert (›digitale Reprints‹).

Die Drucke werden (ähnlich wie im ›Deutschen Text-Archiv (DTA)‹ der BBAW) einschließlich der Titel- und Leerseiten digital rekonstruiert, inklusive des originalen Zeilenfalls und der Silbentrennung, der Paginierung und der Kopfzeilen, der Kustoden und Bogensignaturen. Das Seitenlayout und typographische Erscheinungsbild (nicht die Fraktur- und Antiqua-Schriften!) werden soweit reproduziert, wie es technisch machbar und vom Aufwand her vertretbar ist. (Auf Blocksatz muss verzichtet werden, da sich auf der momentanen technischen Basis des Web eine Zeilenschaltung bei gleichzeitigem Blocksatz ausschließen.)

Um eine genaue Abschrift zu garantieren, werden alle Autor- und Druck-Fehler wiedergegeben. Dieser Basistext lässt sich seitenweise mit entsprechend verknüpften Faksimiles der Erstdrucke vergleichen. Hier werden entweder eigens hergestellte Faksimiles benutzt (›Berliner Abendblätter‹), oder die Seiten sind mit im Netz vorhandenen Digitalisaten verlinkt. (Zur Transkription einzelner Schriftzeichen, sowie Weiteres zur ›quellennahen‹ Edition s. u.).

Neben der nicht-emendierten Fassung des Basistexts gibt es für jeden Text zusätzlich eine emendierte Fassung. Alle Emendationen sind am Textende in einer Korrigenda aufgelistet.

In der oben beschriebenen Form werden alle Erstdrucke von Kleists Texten digital rekonstruiert: - Die Drucke der Dramen erscheinen vollständig als ›digitale Reprints‹ (vgl. z. B. ›Penthesilea‹). - Die Erzählungen werden hier innerhalb der zwei publizierten Bände von 1810 und 1811 gezeigt. So werden die Abfolge der Texte innerhalb der einzelnen Bände, ihre Stellung zueinander sowie das Erscheiungsjahr der Erzählung wieder unmittelbar sichtbar. - Kleists Zeitschriftenprojekt ›Phöbus‹ (zusammen mit Adam Müller) erscheint hier zum ersten Mal komplett als ›digitaler Reprint‹, inklusive aller nicht von Kleist stammenden Texte. So wird das kontextuelle Umfeld für Kleists eigene Veröffentlichungen wieder hergestellt. - Ähnliches gilt für die ›Berliner Abendblätter‹, die als Einzelblätter reproduziert werden. - Um das Auffinden von Kleists Texten innerhalb der ›Abendblätter‹ und des ›Phöbus‹ zu erleichtern, gibt es zusätzlich verschiedene Verzeichnisse, in denen alle Texte Kleists in diesen Publikationen aufgeführt werden, sowie ein Gesamtverzeichnis geordnet nach Titeln.

Emendationen und vergleichende Kollation

(Kleist-)Editionen sind konstituiert durch editorische Grundentscheidungen der Herausgeber, die immer auch Spiegelbilder der jeweils herrschenden Editionsphilologie sind. Allein schon aus diesem Grund werden selbst die kürzesten Texte Kleists in verschiedenen Editionen nicht identisch wiedergegeben.

Entsprechend zeigt auch die emendierte Textfassung von KLEIST.digital im Einzelfall spezifische Abweichungen gegenüber anderen Editionen. Grundsätzlich erfolgt die Textwiedergabe so quellennah wie möglich, Emendationen werden nur äußerst sparsam vorgenommen, jede orthographische Normalisierung unterbleibt, Eingriffe in die Zeichensetzung werden nur bei sinnentstellenden Fehlern vorgenommen. Offensichtliche Druckfehler werden im ›digitalen Reprint‹ reproduziert, in der emendierten Fassung korrigiert. Dieses gilt auch für die (selteneren) Korrekturen grammatikalischer Formen. ALLE Druckfehlerkorrekturen und Emendationen werden in der angefügten Korrigenda aufgeführt. In Einzelfällen sind diese zusätzlich in den Stellenkommentaren erläutert.

Zur Kontrolle und kritischen Überprüfung der emendierten Textfassung sind die Ergebnisse einer umfangreichen Kollation verschiedener Editionen (Minde-Pouet, Sembdner, DKV, BKA, MA, Reclam-Studienausgaben u. a.) angefügt. Um die Kollationslisten möglichst kompakt zu halten, werden Abweichungen, die durch Normalisierungen und Standardisierungen begründet sind, in der Regel nicht wiedergegeben (Ausnahme Sembdners Normalisierungen der ›Briefe‹).

Briefausgabe (nach Handschriften und Erstdrucken)

Die Briefe stehen als vollständiges Textkorpus in einer 1. Version zur Verfügung (abgeschlossen Nov. 2013). Eine textkritische Ausgabe ist begonnen (siehe Briefe 1 bis 10) und wird kontinuierlich fortgesetzt. Die Briefe werden auf Basis der Handschriften originalgetreu wiedergegeben. Wo keine Handschriften vorliegen, sind die jeweiligen Erstdrucke Grundlage der Textwiedergabe.

Die Briefe werden seiten- und zeilengenau präsentiert mit einer durchgehenden Zeilennummerierung. Die Handschriften werden in diplomatischer Umschrift und als konstituierte Lesefassung bereitgestellt. Die Transkription erfolgt buchstabengenau nach Vorlage des Faksimile, Fehler in Orthographie und Syntax werden bewusst nicht korrigiert. In der diplomatischen Umschrift sind neben dem gültigen Text alle Durchstreichungen und Überschreibungen kenntlich gemacht. Textergänzungen, ob innerhalb der Zeile oder zwischen den Zeilen, sind als solche angezeigt (vgl. Transkription und textkritische Auszeichnungen). In der konstituierten Lesefassung erscheint nur der letztlich gültige Text, ohne Emendation etwaiger Fehler. Alle Emendationen sind in einer Korrigenda im Text-Apparat angezeigt. Die Lesefassung lässt sich auch in emendierter Form anzeigen.

Die Wiedergabe von Briefen nach Erstdrucken erfolgt nach den hierfür geltenden Transkriptionsregeln (vgl. Transkriptionsregeln). Hier werden wie üblich eine nicht-emendierte und eine emendierte Textfassung angeboten.

Auch für die Briefedition wird eine umfangreiche Kollation mit verschiedenen Kleist-Editionen durchgeführt. Der Vergleich gegenüber den Fassungen von Minde-Pouet und Sembdner zeigt alle Abweichungen, also auch die durch Normalisierung bedingten, an. Die Kollation mit anderen Editionen beschränkt sich auf die Wiedergabe unterschiedlicher Lesarten. Die Anzeige von Abweichungen aufgrund typographischer Standardisierungen und orthographischer Normalisierungen entfällt.

Der Schwerpunkt der Überarbeitung der Briefedition liegt in der ersten Phase auf der textkritischen Transkription und der Erstellung des Text-Apparats. Eine ausführliche Kommentierung erfolgt in der zweiten Bearbeitungsphase. Die Personen- und Ortsregister werden aus der 1. Version übernommen.

Editorial

In einem kurzen Editorial am Ende der einzelnen Briefe finden sich die Angaben zu Adressat und Datum, zu Seitenangaben der Kleist-Editionen inkl. der Briefnummern, Angaben zum Erstdruck, zur Textkonstitution und ggf. weitere Bemerkungen.

Kommentierung

Die Kommentierung der Briefe ist in dieser Version sehr unterschiedlich entwickelt. Reichhaltigere Kommentare mit vielleicht mancherlei Neuem finden sich in den Briefen während der Würzburg-Reise 1800 und der Dresden-Paris-Reise 1801. Wo immer möglich werden zeitgenössische Quellen direkt verlinkt, ebenso wie Wörterbücher und Lexika, u.a. Adelungs Grammatisch-kritisches Wörterbuch, das Grimmsche Wörterbuch, das Goethe-Wörterbuch, Zedlers Universallexicon etc.

Personen- und Ortsregister

Die in den Briefen erwähnten Personen / Orte werden kontextabhängig am Ende des jeweiligen Briefes aufgelistet. Sie lassen sich im Text farbig hinterlegen. Per Link wird eine personen- bzw. ortsbezogene Seite aufgerufen.

Zur jeweiligen Person werden als Standardangaben Name(n) und Lebensdaten bereitgestellt. Sofern vorhanden finden sich Verweise auf Artikel in der ›Deutsche[n] Biographie, NDB/ADB‹, der ›Wikipedia‹ und auf den Eintrag in der ›Deutsche[n] Nationalbibliothek‹. Zusätzlich werden Beziehungen zu anderen Personen (momentan unvollständig) und die Fundstellen in den einzelnen Briefen aufgelistet. Letztere führen direkt zu den entsprechenden Briefstellen.

Zum jeweiligen Ort werden eine Google-Map und der Wikipedia-Eintrag standardmäßig angezeigt. Zusätzlich werden – sofern vorhanden – die Daten von Kleists Aufenthalts im jeweiligen Ort (gegenwärtig nur bis Ende 1800) und die Fundstellen in den Briefen bereitgestellt.

Personen und Orte sind auch über das zentrale Personen- bzw. Ortsregister in der Hauptnavigation erreichbar.

Anzeige Paginierung Kleist-Editionen

Um möglichst schnell auf die entsprechenden Texte der gedruckten Kleist-Editionen zugreifen zu können, läßt sich die Paginierung dieser Ausgaben fortlaufend im Text anzeigen. Referenziert sind folgende Ausgaben: die Brandenburger Kleist-Ausgabe, die Brief-Edition des Deutschen Klassiker-Verlages, die Briefausgabe im Reclam-Verlag, die Sembdner-Ausgabe und die Münchner-Ausgabe. Die angegebene Ziffer steht jeweils für den Anfang der betreffenden Seite.

Zur Transkription der Briefe (1. Version)

Für die Transkription der Handschriften gelten im Einzelnen folgende Regeln:

Die (Benutzer-)Oberfläche (Funktionalität)

Die Oberfläche ist so gestaltet, dass sich die Bedienung von KLEIST.digital intuitiv ergibt. Jede Seite verfügt über eine einheitliche Kopf-Navigationsleiste, eine sog. Breadcrumbsleiste (Ariadnepfad), den eigentlichen Inhaltsbereich und eine einheitliche Fußleiste.

Kopf-Navigationsleiste

Diese Menü-Leiste dient der Navigation im gesamten Korpus. Sie ist gegliedert in:

Kontext-Navigation über Breadcrumbs (Ariadnepfad)

Direkt unterhalb der Hauptnavigation befindet sich eine Zeile mit sog. Breadcrumbs. Diese dienen der Kontextmitteilung, so dass der Benutzer weiß, in welchem Bereich der Edition er sich befindet, z. B. HOME / PHÖBUS-JOURNALE / PHÖBUS. 1. STÜCK / PROLOG. Durch hinterlegte Links lässt sich gezielt auf übergeordnete Ebenen zurückspringen.

Der Inhaltsbereich

Hier wird der eigentliche Seiteninhalt präsentiert:

Textdarstellung

Bei der Textanzeige erscheint rechts unterhalb der Navigationsleiste ein Hinweis auf den Status der Bearbeitung des Textes (gelb, grün, blau).

Oberhalb der Textes lässt sich zwischen der nicht-emendierten und der emendierten Fassung (bei Briefen der konstituierten Lesefassung) auswählen. Die Grundansicht ist die nicht-emendierte Fassung, bei Briefen die textkritische Fassung, sofern diese vorliegt (erste zehn Briefe).

Darstellung des kompletten Text

Erstdrucke werden in der originalen Seiten-, bzw. Blatt-Organisation mit Wiedergabe des Zeilenfalls inkl. der Worttrennungen präsentiert. Um die Kommunikation mit dem Server und entsprechende Ladevorgänge zu reduzieren, insbesondere für mobile Geräte, wird der Text jeweils komplett geladen, die Seitentrennung wird über Abstände und die Pagina visualisiert. Eine fortlaufende Zeilennummerierung wird an der rechten Seite angezeigt und dient der Referenzierung, u. a. für Anmerkungen, Emendationen und die Korrigenda. Den Text als Textganzes anzuzeigen, hat überdies den Vorteil, bestimmte Textoperationen (z. B. das Anzeigen der Absatzanfänge) für den ganzen Text durchführen zu können, ebenso wie die Suche im Text über den Browser. Dies wäre bei einer seitenweisen Darstellung nicht möglich.

Zusatzmenü

Am rechten Bildschirmrand finden sich drei Piktogramme. Mit den Pfeilen lässt sich direkt an den Seitenanfang oder an das Textende springen. Der dritte Button dient zur Aktivierung eines Seitenmenüs. Hier sind verschiedene Funktionen aufrufbar, die zur gezielten Navigation innerhalb des Dokuments dienen, weitere Textdarstellungen anzeigen lassen u.a.m.

Apparat

Unterhalb des Textes werden Anmerkungen und Stellenkommentare angezeigt. Hierunter folgt das Editorial mit Angaben zum Textzeugen, zur Textkonstitution, ggf. zur Autorschaft und die Korrigenda. Es folgen die Ergebnisse der Kollation mit unterschiedlichen Editionen. Zusätzlich werden Register für erwähnte Personen und Orte angezeigt (bislang durchgängig nur bei den Briefen). Textsortenabhängig gibt es weitere Funktionen, so die Anzeige von Absatzanfängen (zur leichteren Orientierung in längeren Erzählungen) oder die Anzeige aller Sprechrollen eines Dramas.

Listendarstellung

Wird eine Liste angezeigt, so lässt sich in der Regel oberhalb der Liste per Buttons aus unterschiedlichen Listen-Darstellungen auswählen.

Fußleiste

Die Fußleiste enthält das Copyright, den Link zum Impressum und die wichtigsten Links, um auch von hier aus die Hauptbereiche von KLEIST.digital aufrufen zu können.

Suche und erweiterte Suche

KLEIST.digital bietet verschiedene Suchoptionen. Für das schnelle Auffinden im gesamten Korpus von Kleists Werken und Briefen dient die Schlagwortsuche im Suchfeld der Kopfleiste. Die Suche erfolgt immer bezogen auf die Einheiten Satz oder Vers, entsprechend werden als Funde einzelne Sätze oder Verse angezeigt. Über die Quellenangabe lässt sich direkt zu der entsprechenden Stelle im Text springen.

Die Schlagwort-Suche erfolgt unscharf, d. h. - diakritische Zeichen werden nicht berücksichtigt (›Appercus‹ findet auch ›Apperçus‹) - Umlaute werden nicht berücksichtigt (›kommt‹ findet auch ›kömmt‹) - die Begriffe werden mit Platzhaltern erweitert, so dass auch abgeleitete Formen gefunden werden (›Haus‹ findet ›Hausthür, Hausknecht, Hause, Häuser, Häuschen, häuslich, häußlich‹ u.v.m.) - es wird nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden.

Bei Eingabe mehrerer Wörter werden die Sätze und Verse gefunden, die ALLE Begriffe zugleich aufweisen.

Detaillierte Suche

Die detaillierte Suche dient der genaueren Filterung der Suchergebnisse.

Zusätzlich lässt sich jede Suchabfrage auf bestimmte Bereiche beschränken, in denen gesucht werden soll. Zur Auswahl stehen:

Die Kombination all dieser Suchoperatoren in der detaillierten Suche ermöglicht eine sehr spezifische Abfrage im Textkorpus.

Bekannte Probleme

Die Suchoperationen von KLEIST.digital basieren auf der Search-Engine der benutzten Datenbank baseX. Diese hat bislang noch einige Limitierungen, u. a.: - Auch in der exakten Suche wird nicht zwischen Basisvokalen und Umlauten unterschieden. - Die farbliche Kennzeichnung der gefundenen Treffer (gelb) wird nicht in der Datenbank erzeugt, sondern nachträglich mit Hilfe eines kleinen Programms. Hierbei kann es zu Unstimmigkeiten zwischen Treffern und Markierungen kommen, so dass u. U. Wörter zusätzlich gelb markiert werden, die nicht Teil des Suchergebnisses waren, bzw. Treffer nicht markiert sind. In einer der nächsten Versionen sollten diese Unstimmigkeiten behoben sein. Der Nutzen der farblichen Hervorhebung ist jedenfalls weit höher zu veranschlagen als die Fehlerhaftigkeit der Anzeige.

Der Fehlerteufel

Jede Edition enthält Fehler. Davon ist auch diese nicht verschont. Wann immer Fehler mitgeteilt werden (bitte an die Adresse kleist@dunzwolff.de unter Mitteilung von Text und Zeilennummer), können diese auch direkt korrigiert werden.

Zum besseren Verständnis sei darauf hingewiesen, dass Fehler in einer digitalen Edition unterschiedlich verursacht sein können. Zum einen können die Daten selbst fehlerhaft sein, zum anderen können sie im Rahmen der Anwendung systemisch generiert werden, z. B. um eine emendierte Textfassung auf einem Smartphone zu erzeugen, durchlaufen die Daten eine komplexe Transformation. Beim gegenwärtigen Stand von KLEIST.digital ist nicht auszuschließen, dass hierbei Fehler in der Textdarstellung entstehen, die noch nicht identifiziert wurden. In einem späteren Stadium sollten entsprechende Fehlerquellen behoben sein.

Über den Herausgeber

Günter Dunz-Wolff, wohnhaft in Hamburg.